Was bleibt ist nur die Hülle

Unser Leben ist verpackt. Fein drapiert, fein eingehüllt, in Tüten, Taschen, Tigelchen, Verpackungen. Eingeschweißt, luftdicht verpackt und sortiert. In Plastik. Und genau das ist hier das Stichwort, Plastik.

Wer von euch schon beim Discounter eingekauft hat, kennt das leidige Spiel. Alles ist verschweißt. Jede Gurke, fast jede Zucchini, aber auf jeden Fall jeder Salatkopf. Alles einzeln und alles mit Plastik. Räumt man nach dem Einkauf den Kühlschrank ein, räumt man ihn entweder mit Plastik ein oder räumt den ganzen Plastikmüll in die Recyclingtonne. Hauptsache Müll gekauft, mit Heim genommen und dort auch ebenso schnell wieder entsorgt.

Doch so schnell das ganze Plastik, die ganzen Verpackungen aus unserem Leben entsorgt sind, so schnell sind sie doch nicht wirklich aus unserem Leben. Naja, vielleicht schon aus „unserem“ Leben, aber eben nicht von der Erde verschwunden. Denn laut Umweltbundesamt geht man davon aus, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind Kunststoffe vollständig zu zersetzen. Bis zu 450 Jahre benötigen eine Kunststoffflasche oder eine Wegwerfwindel, bis sie sich zersetzt haben. Plastik ist biologisch ‚inert‘, also sehr stabil und löslich, und daher auch kaum einer Mineralisation unterworfen, so dass Mikroplastikpartikel zwar kontinuierlich kleiner, aber nicht vollständig abgebaut werden. Eine Anreicherung von Kunststoffen wird daher weltweit an Stränden, in Meeresstrudeln und Sedimenten beobachtet.

Doch was können wir dagegen tun? Die Debatte um Mikroplastik in Kosmetika war ja bereits Anfang des Jahres in aller Munde. Doch was genau können wir tun, um diesen ganzen Verpackungen zu entgehen? Auf den heimischen Wochenmarkt gehen zum Beispiel. Leider bekommt man da nur einen Bruchteil der benötigten Lebensmittel und genau da kommt OHNE ins Spiel. OHNE soll der erste Verpackungsfreie Supermarkt in München werden. Ja genau, München ist soweit und will genau das was Berlin bereits mit Original Unverpackt hat. Bio-Lebensmittel ohne das Ganze Verpackungsgedöns. Eben ganz OHNE. Und hinter dieser Idee stehen Hannah Sartin und Carlo Krauß. Die Idee mit dem eigenen Laden kam ihnen, als sie ihr Leben auf Zero Waste umstellten und so müllfrei wie möglich Leben wollten. Mit dieser Umstellung haben sie allerdings gemerkt, dass es in München sehr beschwerlich sein kann, eine Familie komplett Zero Waste zu ernähren. Genau da kam die Idee für den Laden.

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(c) OHNE

Und liebe Münchner und nette Menschen aus der Münchner Umgebung aufgepasst: jetzt könnt ihr nämlich was tun. Damit es bis Ende des Jahres in der bayerischen Landeshauptstadt einen Verpackungsfreien Supermarkt geben kann, brauchen Hannah und Carlo eure Hilfe.

Also los, geht auf startnext und unterstützt was das Zeug hält. So können auch wir dazu beitragen unsere Heimat noch ein bisschen schöner und sauberer zu machen. Vielleicht kommen wir dann auch das nächste Mal nach Hause und müssen nicht erstmal die Hälfte unseres Einkaufs in den Müll werfen, sondern stellen einfach ein paar Vorratsgläser ins Regal.

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2 thoughts on “Was bleibt ist nur die Hülle

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